Sandro Kopp lebt und arbeitet als international nomadischer Künstler in New York, Paris, Rom, Schottland, Neuseeland und Heidelberg. Seine Ölgemälde bedienen sich eines klassischen Formenvokabulars wie Stilleben, Aktmalerei und vor allem Portraits. Sie entstehen vornehmlich am lebenden Modell. Unmittelbar, oftmals den Betrachter fixierend und ohne gestalteten Hintergrund werden die Bildnisse der Portraitierten zu einer neuen Wesenheit die, ohne direkte Anbindung an den Kuenstler oder an das Modell, eine unabhängige Beziehung mit dem Betrachter aufbauen.
In seinen neueren Arbeiten ist es gerade der Prozess der ihn interessiert. In „The New Me“ beispielsweise schuf er 28 Tage lang jeweils ein Selbstportrait: Einmal das ganze Gesicht ausformuliert, ein anderes Mal nur auf ein kleines Detail konzentriert. Die Serie wird in kalendarischer Reihenfolge zusammengehängt. Introspektiv erkundet Kopp mit dieser Arbeit die Signifikanz von einerseits Stil und Können und andererseits von Physiognomie als Reflektionen der täglichen Veränderungen von künstlerischer Fähigkeit und der subjektiven Neuerschaffung von Person und Persönlichkeit in jedem Moment.
Sandro Kopp wurde 1978 in Heidelberg geboren.